Seventh-Day Adventist Church

Adventgemeinde Geldern Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Menu

Chronik

Chronik der Adventgemeinde Geldern

Abschiedsbild mit der Jugend 1930 mit Schw. Häbel (x). Rechts neben ihr Br. Rimbach. Ganz rechts Brd. OsterbergDie Wurzeln der Adventgemeinde Geldern liegen ursprünglich in Kamp-Lintfort um das Jahr 1912. Wahrscheinlich handelt es sich um die älteste organisierte Adventgemeinde am Niederrhein. Durch den Bergbau boten sich in Kamp-Lintfort gute Möglichkeiten Arbeit zu finden. Als 1914 die neue Zeche "Friedrich Heinrich" eröffnet wurde, zogen viele Arbeitssuchende nach Lintfort. So kamen auch einige Adventisten an den Niederrhein und siedelten sich mit Ihren Familien dort an. Die Mitgliederzahl stieg bis Ende 1914 auf 18 an. In den ersten Jahren feierten die Adventisten ihre Gottesdienste in den Wohnungen von Gemeindegliedern. So berichtete der bereits verstorbene Bruder Lorkowski, dass er sich mit seinen Eltern bei Geschwister Weitkamp versammelt habe. Zwischendurch traf man sich auch bei Geschwister Erkelenz in der Moerser Strasse. Später wurden sie von Geschwister Waas in der Ebertstrasse beherbergt. Durch die Gründung der Adventgemeinde in Moers im Januar 1923 wechselten einige Mitglieder in die neue Gemeinde über. Unter Hitler wurde die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten zwar kurzzeitig verboten, es entstand aber kein nennenswerter Schaden, da die Glieder durch einen höheren Funktionär rechtszeitig gewarnt worden waren.

Die Versammlungsräume waren anfänglich sehr bescheiden, doch tat das der Anbetung Gottes keinen Abbruch. Als erster öffentlicher Gottesdienstraum wurde in den Jahren 1932 bis 1965 die Gaststätte 'Gabel' stundenweise genutzt. Sie wurde 1957/58 zum Lintforter Hof umgebaut. Während des Umbaus versammelte man sich einige Monate in der Diestweg-Schule in der Pestalozzistrasse. Ab 1965 wurde eine dauerhafte Bleibe in einem neu errichteten Gebäude in der Franzstraße 74 als Gemeindehaus gefunden. Im Zeitraum von 1965 bis Mitte 1995 wurden hier Gottesdienste gefeiert, solange bis diese Räume endgültig zu klein wurden.

Die Kamp-Lintforter Adventisten mussten ca. 2 Jahre lang ins Adventhaus Moers ausweichen, wo sie sich zuerst alle zwei Wochen und dann wöchentlich am Samstagnachmittag versammelten. Um eine Vorstellung vom Wachstum der Gemeinde Kamp-Lintfort zu geben: Noch Anfang der neunziger Jahre zählte die Adventgemeinde Kamp-Lintfort rund 30 Gottesdienstbesucher. Doch durch den Zuzug vieler Russlanddeutscher Aussiedler wuchs die Gemeinde auf rund 250 Gottesdienstbesucher an.

In dieser Zeit ist der Traum und Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus, zur Notwendigkeit geworden. 20 Jahre lang haben die Gemeindeglieder regelmäßig auf ein neues Gotteshaus hin gespart, um den Eigenanteil fur die Räumlichkeiten aufbringen zu können. Als die Mitgliederzahl zwischen 30 und 50 Personen lag, suchte man nach einem geeigneten Haus, das man kaufen und umbauen konnte. Verschiedene Angebote wurden im Raum Kamp-Lintfort geprüft und verworfen.

Als 1992 die Gemeinde auf ca. 100 Gottesdienstbesucher angewachsen war, dehnte man die Suche auch in Richtung Geldern aus. Systematisch wurde die Region auf mögliche Räumlichkeiten hin durchforstet bis ein Gespräch mit der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Geldern im Herbst 1993 den Durchbruch brachte. Aufgrund der wachsenden Gemeinde wurden die Weichen fur die Neuerrichtung eines Gemeindezentrums gestellt. Geplant wurde das Gemeindezentrum durch den Architekten Herrn Salm und errichtet vom Fertigbauunternehmen Okal. Doch viele Arbeiten am und im Gemeindezentrum wurden in Eigenleistung durch unsere Gemeindeglieder in ihrer Freizeit durchgeführt. Das Richtfest wurde am 15.5.1996 gefeiert.

Mit der Errichtung des neuen Gemeindezentrums in Geldern und dem damit verbundenen Umzug der Adventgemeinde Kamp-Lintfort wurde am 25. August 1996 die Namensänderung in 'Adventgemeinde Geldern' beschlossen. So wird nun die Tradition der frühen Gemeinde am Niederrhein weitergeführt. 

Am 12.4.1997 wurde in Kevelaer eine Tochtergemeinde gegründet, da das neu errichtete Gemeindehaus zu klein geworden ist.


Aktivitäten:

Die Adventgemeinde förderte von Anfang an Maßnahmen für die Menschen in ihrem Umfeld. So ist das erste Kinderfest im Jahr 1918 in Lintfort belegt. Es wurden auch Veranstaltungen für Jugendliche angeboten, man traf sich gern zu geselligen Anlässen, es wurde zu Vortragsreihen über biblisch-adventistische Glaubensüberzeugungen eingeladen, man hielt Gottesdienste in der Strafanstalt Moers und Seniorennachmittage. In den Jahren 1928/29 war eine Belebung der Jugendarbeit festzustellen. Erwähnenswert ist auch die Chorarbeit in dieser Zeit unter dem Dirigenten Bruder Osterburg. Über viele Jahre engagierte sich die Adventgemeinde auch in der Wohlfahrtsarbeit. Das Advent-Wohlfahrtswerk führte zahlreiche Bazare, Gemeinde- und Seniorenfeiern durch. 1930 wurden viele Missionare ins Ausland gesandt. Unter Sibylla Häbelihnen befand sich Schwester Sibille Häbel. Sie reiste nach Rotterdamm, um Bruder Wortmann zu heiraten, der in Batavia als Missionar wirkte. Darüber hinaus sind zwei Prediger aus der Gemeinde hervorgegangen. Durch Liedmission und andere gesellige Veranstaltungen wurde das Leben in der Adventgemeinde gefördert. Vortragsreihen und Evangelisationen, wowie Gottesdienste in der Strafanstalt Moers wurden durchgeführt.

Prediger und Pastoren

Die berichteten Ereignisse der Adventisten in Kamp-Lintfort sind natürlich auch mit Menschen und Schicksalen verbunden. Bevor die Adventgemeinde Kamp-Lintfort dem 1962 gegründeten Predigamtsbezirk Moers angeschlossen wurde, betreuten Prediger aus Duisburg und Krefeld die Gemeindeglieder und die Gottesdienste. Leider sind nicht mehr alle Jahreszahlen der Prediger bekannt, da der Bezirk Lintfort/Moers teilweise zu Rheydt und zu Krefeld gehört hatte.

1912-1923: es ist nicht mehr bekannt, wer die Gemeinde in dieser Zeit betreute

1923-1926 Bruder Bahre und Bruder Thomas

1926-1931: von Duisburg war Prediger Watty für Lintfort und Moers

ab 1931: Bruder Poetschke aus Krefeld

1932-1937: erstmalig wurde ein Hilfsprediger, Bruder Pohland, angestellt. Auch die Brüder Hampel und Hilmer hatten zeitweilig den Predigervorsitz

1937-1945: Bruder Rohweder als Hilfsprediger (Moers und Lintfort)

1945-1956: Bruder Stein aus Duisburg. Ihm standen die Brüder Fischdick und Hennenberg zur Seite.

1954-1959: Bruder Raider aus Rheiydt mit Hilfsprediger Bruder E. Bauermann

1956: Bruder Kämmerer arbeitete für einige Monate im Bezirk und ging dann als Missionar nach Australien.

1959-1962: Bruder Engel aus Krefeld

1962: Zusammenschluss der Gemeinden Moers, Lintfort und Wesel zu einem eigenen Bezirk

1962-1971: Bruder Muhl

1971-1976: Bruder Schlüter

1976-1982: Bruder Werner Kalweit

1982-1988: Hans-Eckard Nagel, der ab 1983 durch Manfred Prieser und ab 1986 durch Matthias Pengel unterstützt wurde.

1988-1992: Johannes Wilczynski, unterstützt durch Jürgen Binnebößel (1989) als Praktikant

1992-2003 Heinz Liedtke, unterstützt durch Stefan Adam (1993), die beide für den Predigtamtsbezirk Moers verantwortlich waren.

1997 Ewald Rottman unterstützt durch

Marc Trautvetter 1999-2001

und Hans Sombert

Hans Hagen-Zwick mit

2005-2011 Jugendpastor Andreas Tiessen Andreas Tiessen






2013-2015 Waldemar Ring

Holger Sträter2014- Holger Sträter

2015 - Jugendpastor Vitali Rebant


Älteste:

Doch ohne tatkräftige Gemeindeleiter und Älteste können Prediger in den Gemeinden wenig bewirken. Als Älteste dienten an Anfang der sechziger Jahre die Brüder Muhl und Kupka; ab 1969 übernahm Bruder Christian van Deyk über 27 Jahre diese Aufgabe fur die Adventgemeinde Kamp-Lintfort.

1914(?)-1933 Rimbach

1934-1946(?) Bongers

1947-1949 Waas

1950-1954 Brieger

1955-1962 Rimbach

1963-1964 Muhl

1965-1968 Kupka

1969-(?) van Deyk

1988-1994 G. Kleinophorst (2. Ältester)

1994 H. Kirschenmann (2. Ältester)

1997 A. Jäger, A. Koch, H. Heckhoff

2006-2008 A. Margerdt
2008-2010 A. Margerdt, V. Gomer, A. Grenz
2010-2012 A. Margerdt, P. Gomer, Iv. Margerdt
2012-2014 P. Gomer, V. Gomer, W. Steinhauer, Iv. Margerdt
2014-2016 P. Gomer, V. Gomer, K. Becher